Massnahmen zur Behandlung und Prävention eines Bänderrisses

Im Laufsport sind Verletzungen am oberen Sprunggelenk neben Kniebeschwerden und Problemen mit der Achillessehne typisch. Doch was ist bei Bänderriss und Bänderzerrung zu tun, welche Sofortmassnahmen sind wichtig und wie können Sie vorbeugen? Dr. med. Gabor Cserhati, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates an der Hirslanden Klinik Aarau, gibt folgende Tipps:
 
Bänderrisse und Bänderzerrungen passieren meistens durch Umknicken. Zur Prävention gehören neben Aufwärmen und passenden Sportschuhen auch sinnvolle Trainingseinheiten und ein extra Muskeltraining, um die Sprunggelenke zu stabilisieren. Die Bänder selbst können nicht trainiert werden, aber die Muskeln um das Sprunggelenk herum sollten gezielt aufgebaut werden. 
 
Kommt es dennoch zu einer Verletzung am oberen Sprunggelenk, behandeln Sie möglichst nach dem PECH-Schema:
P: PAUSE (sofort mit der Belastung aufhören)
E: EIS (kühlen, um ein Anschwellen abzumildern)
C: COMPRESSION (elastische Binde anlegen zur Stabilisation)
H: HOCHLAGERN (erleichtert den Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit)
 
Eine Bänderverletzung am oberen Sprunggelenk erfordert eine anfängliche «Schonzeit» und ein koordiniertes Aufbautraining danach. Wie die Behandlungsschritte genau aussehen und welche Präventionsmassnahmen Ihnen Dr. med. Gabor Cserhati empfiehlt, erfahren Sie hier.